Mit bitterer Enttäuschung und Wut nimmt der Kreisvorstand der LINKEN Ulm/Alb-Donau zur Kenntnis, dass Stadträtin Doris Schiele nur 3 Tage nach der Kommunalwahl ihren Austritt aus der Partei bekannt gegeben hat und damit ihr Mandat als Stadträtin der LINKEN verrät.
Nachdem Frau Schiele sich im Jahr 2015 ohne jegliche Absprache mit ihrem Kreisvorstand oder ihrem damaligen linken Stadtratskollegen klammheimlich der Grünen Fraktion angeschlossen hatte, gab die Wahlversammlung der LINKEN ihr gleichwohl eine zweite Chance. Zuvor hatte Doris Schiele sowohl der Aufstellungsversammlung im Dezember (die lokale Presse berichtete), als auch dem Geschäftsführer des Landesvorstandes, Bernhard Strasdheit, im Zuge ihrer Nominierung für Listenplatz 2 versichert, dass sie ähnliche Wechselspiele nach diesem Wahlkampf definitiv ausschließe. Im Gegensatz zu ihrem linken Stadtratskollegen Uwe Peiker, dessen mangelnde Unterstützung sie damals als Grund für ihren Wechsel in die Grüne Fraktion vorgab, wisse sie jetzt Eva-Maria Glathe-Braun als eine „engagierte Kommunalpolitikerin“ an ihrer Seite.
Der Kreisvorstand der LINKEN hält ihre jetzt vorgegeben Gründe für ihren Austritt aus der Partei unter Mitnahme ihres Mandats für absolut unglaubwürdig. Im Gegenteil drängen sich eklatant persönliche Motive für ihren verantwortungslosen Schritt auf, mit dem sie nicht nur die Mitglieder ihres Kreisverbands täuscht und verrät, sondern – schlimmer noch – alle Ulmer Wähler*innen, die ihr auf der linken Liste am Sonntag ihre Stimme gegeben haben, betrügt.
Der Kreisvorstand der LINKEN fordert Doris Schiele auf, das von ihr verratene Mandat umgehend zurückzugeben und so den Ulmer Wählerinnen und Wählern das wiederzugeben, was diese gewählt haben: eine tatsächlich linke Stadträtin, die ihr dann nachrücken kann.
Axel Malsch – Mitglied im Kreisvorstand der LINKEN Ulm/Alb-Donau: „Der Vorstand arbeitet seit Langem ohne Konflikte und konstruktiv an der Entwicklung und Umsetzung politischer Inhalte auf kommunaler Ebene mit Eva-Maria Glathe-Braun zusammen. Deshalb sind für uns Schieles vorgebliche Argumente keinesfalls nachvollziehbar. Vielmehr werden wir als Kreisverband unsere Genossin Eva-Maria in der Ausübung ihres Mandats nach Kräften unterstützen und ihr Engagement für eine glaubwürdige und nachhaltig linke Kommunalpolitik im Ulmer Gemeinderat umfassend mit befördern.“

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