Die LINKE Ulm/Alb-Donau ist entsetzt über die Pläne der Verwaltung der Uniklinik Jana Langer eine Abmahnung zu erteilen.

Es darf nicht sein, dass eine Kollegin, die auf Missstände hinweist und sich für ihre Kolleg*innen einsetzt ein Maulkorb verpasst werden soll. Seit 2015 setzt sich Jana Langer engagiert dafür ein, die Menschen, denen das Gesundheitssystem zu Gute kommen soll, nämlich die Patienten, auf für die Probleme im Gesundheitswesen zu sensibilisieren, erinnert sei an die Aktionen „Pflege am Boden“ an der auch Ulmer Lokalpolitiker teilnahmen. Sie ist niemand, die nur kritisiert, sondern sie sucht auch den Kontakt mit denen, die maßgeblich etwas verändern können, erinnert sei an ihre Briefe an Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Ex Gesundheitsminister Hermann Gröhe, und an den jetzigen Gesundheitsminister Jens Spahn.

Es ist absurd von jemandem der fachlich präzise Probleme benennt und damit auch ihre Verantwortung als Personalrätin wahrnimmt, zu verlangen, die Probleme am eigenen Haus unter den Tisch zu kehren.

Jana Langer gilt unsere ungeteilte Solidarität!

Das Uniklinikum Ulm ist sicherlich nicht das gelobte Land, denn spricht man mit Menschen aus der Pflege hört man unisono: „Es kann so nicht weiter gehen, wir sind am Limit – Wir werden ausgequetscht wie Zitronen-was hier passiert können wir nicht verantworten.“ Die Pflege liegt im wahrsten Sinne am Boden.

Über die Lage in Ulm informierte sich Harald Weinberg (MdB, Die.LINKE) in einem Gespräch mit dem Personalrat der Uniklinik Ulm, auch hier stand der eklatante Personalmangel im Mittelpunkt des Gesprächs. Die Neuberechnung der Stellen ist leider undurchsichtig und intransparent. Der Personalrat soll „einbezogen“ werden, aber er kann zwar „mitreden“, aber nicht „mitentscheiden“. Die Ganzheitlichkeit der Pflege und auch die Teamarbeit mit den Servicebereichen wurde aufgegeben zugunsten einer Arbeitsteilung mit Outsouring vieler Funktionen in eine Servicegesellschaft, was zu teilweise heftigen Konflikten geführt hat. Die Mitarbeiter*innen in der Pflege haben den Anspruch gute Arbeit für den Patienten zu leisten, denn sie wissen, dass von der Qualität ihrer Arbeit Leben abhängen.

Das Uniklinikum hat im letzten Jahr Gewinne erwirtschaftet, es fragt sich auf wessen Kosten. Dieser Gewinn muss endlich in vollem Umfang in die Pflege Investiert werden, nachdem zuletzt kräftig in neue Gebäude investiert wurde. Das Medizinische und nicht die Ökonomie muss dominieren. Mehr Transparenz wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Gesundheit muss dem Diktat des Marktes entzogen werden. Menschen und nicht Profite müssen im Vordergrund stehen.

Die.LINKE Ulm wird hier solidarisch an der Seite der Pflegenden stehen und den Finger auf die Wunde legen, denn es geht um uns alle, hier muss dringend gehandelt werden.

In den aktuellen Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern unterstützen wir als LINKE die Forderungen von Verdi voll umfänglich, denn die Mitarbeiter*innen der Pflege in den Unikliniken haben sich 6,5% mehr Lohn schon längst verdient.

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